Renten
Knapp 2,7 Millionen Menschen erhalten im Dezember die erste 13. Schweizer Rentenzahlung
Knapp 2,7 Millionen Leistungsbezüger erhalten im Dezember die erste 13. AHV-Rentenzahlung der Schweiz. Die Ausgleichskassen zahlen insgesamt 9,28 Milliarden Franken aus. Die zusätzliche Zahlung erfolgt automatisch und entspricht einem Zwölftel der im Jahr 2026 bezogenen Altersrenten.

Knapp 2,7 Millionen Menschen erhalten im Dezember eine zusätzliche AHV-Zahlung. Damit wird die staatliche Altersrente der Schweiz erstmals 13-mal innerhalb eines Jahres ausbezahlt. Die Ausgleichskassen für die Altersvorsorge rechnen mit einer Gesamtsumme von 9,28 Milliarden Franken, zusätzlich zu den regulären Dezemberrenten der Leistungsbezüger.
Vertreter des Bundesamts für Sozialversicherungen und der 74 Ausgleichskassen informierten am Dienstag, 3. November, in Bern über die Vorbereitungen. Die Kassen sind dafür verantwortlich, dass anspruchsberechtigte Personen den korrekten Betrag rechtzeitig erhalten. Die Zahlung erreicht die Leistungsbezüger bis Ende 2026, darunter 830’000 im Ausland lebende Personen.
Der geschätzte Durchschnittsbetrag liegt bei 1’580 Franken. Die individuellen Zahlungen unterscheiden sich jedoch, da die Berechnung an die im Lauf des Jahres bezogenen Renten jeder Person geknüpft ist. Die Kassen überweisen das Geld automatisch. Ein Antrag ist nicht nötig, wobei die Darstellung der Zahlung je nach zuständiger Kasse unterschiedlich sein kann.
Die Dezemberzahlung berechnen
Die Zusatzzahlung wird anhand des Rentenverlaufs jeder leistungsbeziehenden Person im Jahr 2026 berechnet. Sie entspricht einem Zwölftel aller Altersrentenzahlungen, die diese Person im Lauf des Jahres erhalten hat. Die 13. Zahlung entspricht somit nicht einfach der üblichen monatlichen Rente.
Die Berechnung berücksichtigt die im gesamten Jahr tatsächlich ausbezahlten Beträge und nicht einen für alle einheitlichen Betrag. Die Kassen schätzen den Durchschnitt auf 1’580 Franken pro Person, die individuellen Summen fallen jedoch unterschiedlich aus. Für die gesamte Gruppe der Leistungsbezüger rechnen die Ausgleichskassen mit Auszahlungen von 9,28 Milliarden Franken.
Diese Berechnungsformel ist wichtig für alle, die ihre Dezemberzahlung prüfen: Der zusätzliche Betrag wird auf Grundlage des ganzen Jahres berechnet und hängt von den Rentenzahlungen ab, die jeder Person 2026 gutgeschrieben wurden. Die Kassen haben sich darauf vorbereitet, den korrekten Betrag zu berechnen und auszuzahlen. Das Geld wird automatisch überwiesen, entweder als erhöhte Gesamtzahlung oder als separate Überweisung zusätzlich zur regulären Dezemberrente.
Automatische Zahlungen vorbereiten
Leistungsbezüger müssen keinen Antrag stellen, um die 13. Rente zu erhalten. Die Ausgleichskassen zahlen sie im Dezember automatisch aus. Je nach Kasse wird das Geld möglicherweise als erhöhte Rentenzahlung oder in zwei separaten Überweisungen ausbezahlt: eine für die reguläre Dezemberrente und eine für die Zusatzzahlung.
Die unterschiedliche Form der Auszahlung ändert nichts an der Berechnung. Der zusätzliche Betrag entspricht für jede Person einem Zwölftel ihrer Altersrentenzahlungen im Jahr 2026. Gemäss dem Bundesamt für Sozialversicherungen und den Ausgleichskassen haben diese die nötigen Vorbereitungen getroffen, damit anspruchsberechtigte Leistungsbezüger den korrekten Betrag rechtzeitig erhalten.
Die Abwicklung erstreckt sich über 74 Ausgleichskassen für die Altersvorsorge und betrifft knapp 2,7 Millionen Menschen, darunter auch Personen, die ausserhalb der Schweiz leben. Insgesamt dürften 830’000 Leistungsbezüger im Ausland die Zahlung erhalten. Aufgabe der Kassen ist es, die Berechnung auf die individuellen Rentenverläufe anzuwenden und das Geld über die üblichen Zahlungswege zu überweisen.
Abstimmung über die Rentenfinanzierung verfolgen
Die erste Zahlung wird eintreffen, bevor die Stimmberechtigten über die Finanzierung der langfristigen Kosten der 13. Rente entscheiden. Am 29. November stimmen die Schweizer Stimmberechtigten voraussichtlich über einen Vorschlag ab, die Mehrwertsteuer zur Finanzierung der zusätzlichen Monatszahlung um 0,4 Prozentpunkte zu erhöhen. Die Abstimmung folgt auf die Zustimmung zur Rentenerhöhung.
Mit der Dezemberauszahlung wird die neue Regelung für knapp 2,7 Millionen Leistungsbezüger umgesetzt. Die Finanzierungsvorlage ist eine separate Abstimmungsfrage. Zu den genannten Zahlen gehören die für diesen Dezember erwartete Gesamtauszahlung von 9,28 Milliarden Franken und eine durchschnittliche individuelle Zahlung von 1’580 Franken.
Für die Leistungsbezüger ist der unmittelbare Ablauf einfach: Die Ausgleichskasse nimmt die Zahlung automatisch vor, wobei sich der Betrag nach den Altersrentenzahlungen der Person im Jahr 2026 richtet. Bei der Abstimmung im November geht es um die vorgeschlagene Finanzierung über die Mehrwertsteuer. Mit der Dezemberauszahlung und der Abstimmung stehen sowohl die erste Auszahlung der Rentenerhöhung als auch die Debatte über deren Finanzierung auf der nahen politischen Agenda der Schweiz.