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Swiss Observer

Sunrise plant den Abbau von bis zu 450 Stellen

Sunrise, der zweitgrösste Telekommunikationsanbieter der Schweiz, plant im Rahmen einer Massnahme zur Senkung der Betriebskosten den Abbau von bis zu 450 Vollzeitstellen. Die geplanten Kürzungen würden einen der grossen Telekommunikationsarbeitgeber des Landes betreffen und den Druck auf die Branche erhöhen, ihre Effizienz zu verbessern.

Sunrise plant den Abbau von bis zu 450 Stellen
AIThe Local Switzerland

Bei Sunrise sind nun bis zu 450 Vollzeitstellen gefährdet, beim zweitgrössten Telekommunikationsanbieter der Schweiz. Das Unternehmen gab am 21. September bekannt, dass es eine umfassende Restrukturierung prüft, die Betriebskosten senken und mittelfristig erhebliche Einsparungen bringen soll.

Die möglichen Kürzungen würden ein Unternehmen mit rund 2'900 Mitarbeitenden und einer bedeutenden Präsenz auf dem Schweizer Telekommunikationsmarkt betreffen. Sunrise hat ihren Hauptsitz in Glattbrugg im Kanton Zürich, wo der Restrukturierungsplan ausgearbeitet wird.

Sunrise stellte den Schritt als Reaktion auf veränderte technologische und marktbezogene Bedingungen dar. Das Unternehmen erklärte, es wolle sein Betriebsmodell neu gestalten und seine Umsetzungsfähigkeit im gesamten Unternehmen stärken. In der Mitteilung wurden weder bestimmte Abteilungen genannt noch ein Zeitplan für mögliche Entlassungen vorgelegt.

Das Ausmass des Vorhabens setzt einen weiteren grossen Schweizer Arbeitgeber unter Druck, seine Effizienz zu verbessern. Für die Mitarbeitenden und die Gesamtwirtschaft geht es zunächst um die Unsicherheit über die endgültige Zahl der Stellenverluste. Sunrise hat nicht bekannt gegeben, ob die möglichen 450 Stellenstreichungen die zuvor angekündigten 147 Entlassungen einschliessen.

Das Unternehmen will mit einem neuen Betriebsmodell Kosten senken

Sunrise erklärt, die Restrukturierung werde die Arbeitsweise des Unternehmens verändern, mit dem erklärten Ziel, technologische und marktbezogene Trends frühzeitig zu erkennen. In der Mitteilung war von operativer Umsetzung und Marktposition die Rede, nicht aber von der Schliessung einer bestimmten Geschäftseinheit.

Wichtige Einzelheiten bleiben damit offen. Sunrise hat weder die erwartete Höhe der Einsparungen noch den Zeitplan für Konsultationen oder die konkreten Funktionen bekannt gegeben, die wegfallen könnten. Ebenso wenig hat das Unternehmen klargestellt, ob der jüngste Vorschlag einen Gesamtabbau von 450 Stellen vorsieht oder eine zusätzliche Runde nach den zuvor angekündigten 147 Entlassungen darstellt.

Laut Sunrise dürften Mitarbeitende in Verkaufsstellen, im Verkauf und im Kundendienst weitgehend nicht betroffen sein. Diese Aussage grenzt den wahrscheinlichen Schwerpunkt der Reorganisation ein, nennt aber nicht, welche anderen Bereiche sich verändern könnten. In der öffentlichen Mitteilung wurden weder Stellen in der Konzernleitung noch technische, administrative oder unterstützende Funktionen besonders hervorgehoben.

Sunrise bezeichnete das Ziel als die Sicherung erheblicher Einsparungen auf mittlere Sicht. Bis das Unternehmen weitere Einzelheiten veröffentlicht, werden Mitarbeitende, Gewerkschaften und politische Entscheidungsträger den Plan anhand der endgültigen Zahl der Stellen, der betroffenen Standorte und des Zeitplans für die Umsetzung beurteilen müssen.

Eine neue Kürzungsrunde trifft eine unter Druck stehende Schweizer Branche

Die Ankündigung von Sunrise reiht sich laut The Local Switzerland in eine breitere Welle geplanter Stellenstreichungen in der Schweiz ein. Unternehmen aus verschiedenen Branchen haben umfangreiche Kürzungen angekündigt oder bereiten solche vor. Dadurch rücken Produktivität und Betriebskosten erneut stärker in den Fokus.

Telekommunikationsanbieter stehen besonders unter Druck, in Netze, digitale Dienste und Kundenplattformen zu investieren und gleichzeitig wettbewerbsfähige Preise anzubieten. Sunrise führte die geplanten Kürzungen nicht auf einen einzelnen Faktor zurück. In ihrer Mitteilung verwies die Firma allgemein auf neue Markt- und Technologietrends. Dies deutet darauf hin, dass sie prüft, wie die Arbeit in ihren Betrieben organisiert ist.

Der Schweizer Kontext ist wichtig, weil Sunrise ein landesweit tätiger Arbeitgeber mit vielen kundenorientierten Standorten ist. Die Aussage des Unternehmens, dass Verkaufsstellen, Verkauf und Kundendienst weitgehend nicht betroffen sein sollen, deutet darauf hin, dass sich die Restrukturierung auf andere Teile der Organisation konzentrieren könnte. Aus den öffentlich verfügbaren Informationen geht nicht hervor, welche Kantone oder Standorte am stärksten betroffen wären.

Die nächste Phase wird auf dem Schweizer Arbeitsmarkt genau beobachtet werden. Die Zahl der betroffenen Mitarbeitenden, das Konsultationsverfahren und allfällige Unterstützungsangebote für ausscheidende Angestellte werden darüber entscheiden, wie sich das Vorhaben über die Schlagzeilenzahl von 450 hinaus auf die Beschäftigten auswirkt.

Sunrise muss nun die endgültigen Kürzungen festlegen

Sunrise hat das mögliche Ausmass der Kürzungen bekannt gegeben, nicht aber ihre endgültige Ausgestaltung. Die nächsten Entscheide des Unternehmens werden zeigen, ob der geplante Abbau 450 Stellen erreicht, wie er sich zu den früheren 147 Entlassungen verhält und welche internen Funktionen sich verändern werden.

Das Unternehmen hat öffentlich zugesichert, seine Verkaufsstellen, den Verkauf und den Kundendienst weitgehend zu schützen. Diese Zusicherung dürfte den Mitarbeitenden mit direktem Kundenkontakt eine gewisse Klarheit geben, während andere Beschäftigte auf genauere Informationen warten müssen. Sunrise hat weder eine Zahl zu den Einsparungen noch einen endgültigen Zeitplan für die Umsetzung vorgelegt.

Die Restrukturierung wird auch auf die Probe stellen, wie ein grosser Schweizer Telekommunikationsarbeitgeber Investitionen und Kostenkontrolle miteinander vereinbart. Sunrise erklärt, sie wolle ihre Marktposition stärken und auf den technologischen Wandel reagieren. Diese Ziele hängen davon ab, wie gut das Unternehmen während der Neuausrichtung seiner Belegschaft die Servicequalität und die Leistungsfähigkeit des Netzes aufrechterhält.

Vorerst sind die klarsten Zahlen die 2'900 Mitarbeitenden, die bis zu 450 möglichen Stellenstreichungen und die früher angekündigten 147 geplanten Entlassungen. Wie diese Zahlen zueinander stehen, ist weiterhin unklar. Weitere Mitteilungen von Sunrise werden zeigen, welche Auswirkungen die Pläne auf die Mitarbeitenden und den Betrieb des Unternehmens in der Schweiz haben.