Alpen
Drei Menschen sterben bei separaten Bergunfällen in der Schweiz
Zwei Wanderer wurden nach einer Suchaktion in Göschenen im Kanton Uri tot aufgefunden, während ein amerikanischer Bergsteiger bei einem Steinschlag am Matterhorn ums Leben kam. Die Umstände der Todesfälle in Göschenen werden untersucht.

Drei Menschen kamen bei verschiedenen Bergunfällen in der Schweiz ums Leben: Zwei Wanderer wurden in Göschenen im Kanton Uri tot aufgefunden, und ein amerikanischer Bergsteiger starb bei einem Steinschlag am Matterhorn. Wie die Urner Polizei mitteilte, wurden die Wanderer am Sonntag nach einer umfangreichen Suchaktion gefunden. Die Todesfälle werden von der Kantonspolizei Uri unter der Leitung der Staatsanwaltschaft des Kantons untersucht.
Beim Opfer am Matterhorn handelte es sich um den 20-jährigen Kieran Liner, der aus Austin, Texas, zu Besuch war. Er war Ende Oktober mit einem Freund am Berg unterwegs, als sich laut der Kantonspolizei Wallis in der Nähe Steinschläge ereigneten. Die Vorfälle umfassen zwei verschiedene Notfälle in den Schweizer Alpen: eine Suchaktion in der Zentralschweiz und einen tödlichen Unfall bei Steinschlag hoch oben an einem der bekanntesten Gipfel des Landes.
Liner war laut einem Bericht von The Local der dritte amerikanische Tourist, der innerhalb von drei Monaten in den Schweizer Alpen ums Leben kam. Die Todesfälle sind Teil einer höheren jährlichen Gesamtzahl: Jedes Jahr sterben bei Bergsportaktivitäten rund 40 bis 50 ausländische Touristinnen und Touristen in den Alpen.
Suchteams finden zwei Wanderer im Kanton Uri
Die beiden Wanderer wurden nach einer gross angelegten Suchaktion in Göschenen gefunden. Laut der Kantonspolizei Uri wurden die Rettungskräfte am Sonntag kurz vor 14 Uhr alarmiert und begannen umgehend mit der Suche. Später fanden die Rettungskräfte beide Personen tot auf.
Die Alpine Rettung Schweiz, die Schweizerische Rettungsflugwacht Rega und das Care-Team Uri wurden zum Einsatzort gerufen. Ebenfalls vor Ort waren ein privates Bestattungsunternehmen, die Staatsanwaltschaft Uri und die Kantonspolizei Uri. An dem Einsatz waren Rettungs-, medizinische und Polizeidienste beteiligt, während die Behörden die Folgen bewältigten und mit der Untersuchung der Todesfälle begannen.
Die Kantonspolizei Uri führt die Untersuchung unter der Leitung der Staatsanwaltschaft des Kantons. Der Einsatz fand in Göschenen statt, einer Gemeinde im Kanton Uri in der Zentralschweiz. Die Todesfälle sind einer von zwei separaten tödlichen Vorfällen, über die aus den Alpen berichtet wurde: Beim anderen kam der Bergsteiger Kieran Liner am Matterhorn ums Leben.
Steinschlag tötet amerikanischen Bergsteiger am Matterhorn
Kieran Liner kam beim Bergsteigen am Matterhorn auf etwa 3500 Metern ums Leben. Der 20-jährige Texaner war Ende Oktober mit einem Freund am Berg, als sich laut der Kantonspolizei Wallis in der Nähe Steinschläge ereigneten. Liners Begleiter verlor ihn aus den Augen und schlug Alarm. Ein Helikopter mit einem Rettungsteam suchte nach dem Bergsteiger und fand ihn rasch, doch er war bereits tot.
Liner war aus Austin, Texas, angereist. Lokale Medien bezeichneten das Matterhorn als «einen der anspruchsvollsten und berüchtigtsten Gipfel der Welt». Vor seiner Abreise in die Schweiz beruhigte Liner seine Mutter: «Es wird nichts passieren. Aber falls doch etwas passieren sollte, möchte ich, dass du weisst, dass ich bei dem gestorben bin, was ich geliebt habe.»
Sein Tod war der dritte Todesfall unter amerikanischen Touristinnen und Touristen in den Schweizer Alpen innerhalb von drei Monaten, nach Todesfällen in der Nähe des Brienzersees im Juli und am Klein Matterhorn im September.
Drei amerikanische Todesfälle in drei Monaten
Laut dem Bericht von The Local zu den jüngsten Unfällen sind innerhalb von drei Monaten drei amerikanische Besucher in den Schweizer Alpen ums Leben gekommen. Am 6. Juli wurde der Leichnam eines 19-jährigen Amerikaners in unwegsamem Gelände mit Blick auf den Brienzersee im Kanton Bern gefunden. Der Jugendliche stürzte offenbar beim Abstieg in der Nähe von Spycheren vom markierten Weg und erlitt tödliche Verletzungen.
Im September starb ein 55-jähriger US-Tourist in der Nähe des Gletschers am Klein Matterhorn auf 3883 Metern über Meer. Laut der Polizei stürzte der Mann in eine Gletscherspalte, nachdem er ein für Fussgänger gesperrtes Gebiet betreten hatte. Mit Liners Tod am Matterhorn Ende Oktober war er das dritte amerikanische Opfer innerhalb dieses Dreimonatszeitraums.
Die jährliche Gesamtzahl bleibt beträchtlich: Jedes Jahr sterben bei Bergsportaktivitäten rund 40 bis 50 ausländische Touristinnen und Touristen in den Schweizer Alpen. Die jüngsten Fälle ereigneten sich sowohl im Wandergebiet am Brienzersee als auch in hoch gelegenen Gebieten rund um das Matterhorn.