Zürich
Drei Meter lange Teppichpython in Zürcher Waldstück gefunden
Die Zürcher Polizei sucht den Besitzer einer drei Meter langen, ungiftigen Teppichpython, die in einem Waldstück bei Winterthur gefunden wurde.

Eine drei Meter lange Teppichpython machte ein Waldstück in Winterthur unerwartet zum Schauplatz eines Polizeieinsatzes. Die ungiftige Schlange wurde an einem Donnerstagabend bei Sennhof gesichtet, wie die Kantonspolizei Zürich mitteilte, die den Fund später auf Instagram veröffentlichte.
Ein Reptilienspezialist der Abteilung Tierschutz und Umwelt fing das Tier ein. Anschliessend wurde die Python sicher untergebracht. Damit wurde sie aus dem Wald und aus der unmittelbaren Gefahr eines Kontakts mit Spaziergängern, Hunden oder anderen Wildtieren gebracht.
Eine praktische Frage bleibt nach dem Einsatz offen: Woher stammt die Schlange? Die Kantonspolizei Zürich sucht ihren Besitzer und fragt die Bevölkerung, ob jemand das Tier erkennt oder weiss, wo es normalerweise lebt. Eine Sprecherin sagte der Schweizerischen Nachrichtenagentur Keystone-SDA, dass sich bis dahin kein Besitzer gemeldet habe und der Polizei zum Zeitpunkt der Anfrage keine sachdienlichen Hinweise vorgelegen hätten.
Teppichpythons sind ungiftig, doch wegen ihrer Grösse ist ein entlaufenes Tier eine ernste Angelegenheit für den Tierschutz und die öffentliche Sicherheit. Der Vorfall zeigt auch, wie schnell ein privates exotisches Tier zur Verantwortung der Behörden werden kann, wenn es aus der Haltung entkommt. Die Polizei hat nicht mitgeteilt, wie die Python in das Waldstück gelangte oder ob sie absichtlich ausgesetzt wurde.
Spezialisten sichern das entlaufene Reptil
Eingefangen wurde die Schlange von einem Spezialisten, nicht von einem zufällig vorbeikommenden Spaziergänger. Die Kantonspolizei Zürich teilte mit, dass die Python schliesslich von einem Reptilienspezialisten der Abteilung Tierschutz und Umwelt gesichert wurde. Das ist wichtig, denn eine grosse Schlange kann sich schnell bewegen, sich gut verstecken und in die Defensive gehen, wenn sie in die Enge getrieben wird, auch wenn sie ungiftig ist.
Die Behörden haben keine technischen Einzelheiten zum Einfangen bekannt gegeben, etwa welche Ausrüstung verwendet wurde oder wie viel Zeit der Einsatz beanspruchte. Bestätigt ist das Ergebnis: Die Schlange wurde aus dem Wald gebracht und sicher untergebracht. Wohin das Tier gebracht wurde, ist nicht öffentlich bekannt.
Für die Bevölkerung ist der Einsatz eine klare Lehre. Ein unbekanntes Reptil sollte zunächst als Tierschutzfall behandelt werden und nicht als Gelegenheit für ein Nahaufnahmefoto oder einen improvisierten Rettungsversuch. Man sollte Abstand halten, Kinder und Hunde wegbringen und die Polizei oder den zuständigen lokalen Tierschutzdienst kontaktieren. Ein genauer Standort, eine Beschreibung der Schlange und ein aus sicherer Entfernung aufgenommenes Foto können den Spezialisten bei ihrem Einsatz helfen.
Dass die Python ungiftig ist, mindert ein bestimmtes Risiko. Es bedeutet aber weder, dass ungeübte Personen sie anfassen sollten, noch sagt es etwas darüber aus, wie lange das Tier bereits draussen war oder ob es Zugang zu Futter, Wasser und einem Unterschlupf hatte.
Ein entlaufenes Tier rückt die Pflichten bei der Haltung exotischer Tiere in den Fokus
Der fehlende Besitzer ist der zentrale ungeklärte Punkt des Falls. Die Polizei bittet alle, die das «beeindruckende Tier» erkennen oder wissen, wo es normalerweise lebt, sich zu melden. Der Aufruf könnte helfen festzustellen, ob die Python aus einem privaten Gehege entkommen ist, beim Transport verloren ging oder ausgesetzt wurde.
Der Vorfall wirft auch rechtliche Fragen und Fragen zum Tierschutz auf, die die Behörden anhand der konkreten Umstände beurteilen müssten. Die Haltung exotischer Tiere kann Pflichten bezüglich sicherer Unterbringung, Pflege, Transport und behördlicher Aufsicht mit sich bringen. Im vorliegenden Bericht wird weder der Besitzer genannt noch erklärt, wie die Schlange angeschafft wurde oder ob eine Bewilligung oder ein Verstoss gegen Vorschriften zur Gehegehaltung untersucht wird. Diese Einzelheiten sollten nicht vorausgesetzt werden.
Eine drei Meter lange Schlange erfordert Fachwissen und geeignete Einrichtungen. Ihre Halterin oder ihr Halter muss ein Entkommen verhindern, angemessene Umweltbedingungen gewährleisten und für ihre Betreuung sorgen können, falls das Tier nicht länger gehalten werden kann. Wird ein Reptil im Freien gefunden, geht die Verantwortung rasch auf die Polizei, Tierschutzspezialisten und die Einrichtung über, die es aufnimmt.
Wer Hinweise hat, sollte die Kantonspolizei Zürich kontaktieren, statt selbst zu versuchen, ein mutmasslich entlaufenes Tier zurückzuholen. Ein Foto, der genaue Ort der Sichtung und der Zeitpunkt der Begegnung können den Ermittlern helfen, die Python mit einem Zuhause, einem Gehege oder einer Transportroute in Verbindung zu bringen.
Abstand halten und die Behörden verständigen
Wer einem entlaufenen Reptil begegnet, sollte Abstand halten und Hilfe rufen. Das Tier nicht berühren, in die Enge treiben, füttern oder selbst transportieren. Hunde und Kinder fernhalten und der Schlange einen freien Weg lassen, falls sie sich bewegt. Aus sicherer Entfernung sollte man den Standort, die Bewegungsrichtung sowie die ungefähre Grösse und das Aussehen notieren.
Rufen Sie die Polizei, wenn das Tier gross ist, sich in der Nähe von Häusern oder Strassen befindet oder eine unmittelbare Gefahr darstellt. Auch der Kontakt mit lokalen Tierschutzdiensten kann dafür sorgen, dass die richtigen Fachleute vor Ort kommen. Man sollte sich weder auf die scheinbare Ruhe der Schlange noch auf Nahaufnahmen verlassen. Auch eine ungiftige Art kann beissen, sich um jemanden schlingen oder bei einem Einfangversuch durch Laien verletzt werden.
In der Schweiz gibt es einheimische Schlangen, darunter giftige Arten, und die Bevölkerung kann unbekannte Reptilien möglicherweise nicht zuverlässig bestimmen. Ein Bericht von Swissinfo aus dem Jahr 2022 meldete, dass 2021 in der Schweiz 48 Personen von Schlangen gebissen wurden. Bei einer Person traten schwere Symptome auf. Diese separate Zahl betrifft Schlangenbisse im Allgemeinen und sagt nichts über ein Risiko durch die Python in Winterthur aus.
Der sicherste Beitrag der Bevölkerung besteht darin, Informationen zu liefern, statt selbst einzugreifen. Die Behörden benötigen einen zuverlässigen Standort und eine genaue Beschreibung, um zu entscheiden, ob geschultes Personal aufgeboten werden soll. Wer im Raum Winterthur eine Teppichpython vermisst, sollte die Kantonspolizei Zürich informieren und Angaben zur Haltung oder Identifizierung machen.
Die Schlange ist in Sicherheit, der Besitzer wird noch gesucht
Die Python ist untergebracht, doch die Suche geht weiter. Die Kantonspolizei Zürich hat weder einen Halter identifiziert noch einen Hinweis erhalten oder erklärt, wie das Tier in das Waldstück bei Sennhof gelangte. Solange diese Fakten nicht geklärt sind, geht es weiterhin darum, sowohl den Besitzer als auch die Umstände des Entkommens ausfindig zu machen.
Für die Bevölkerung von Winterthur ist die unmittelbare Gefahr vorüber, weil Spezialisten die Schlange aus dem Wald geholt haben. Das grössere Problem ist vielen Gemeinden in der Schweiz vertraut: Tiere ausserhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebiets sind vollständig auf die Sicherheit und Pflege angewiesen, für die Menschen sorgen. Versagt diese Betreuung, müssen öffentliche Stellen das Tier finden, einfangen und unterbringen.
Der Polizei-Aufruf bietet dem Besitzer einen direkten Weg, den Fall zu klären. Auch Augenzeugen können helfen, sofern sie Informationen weitergeben, statt sich dem Reptil zu nähern. Die Behörden können dann die Vorgeschichte des Tiers ermitteln, seinen Zustand überprüfen und entscheiden, welche Vorkehrungen seinem Wohl am besten dienen.
Der Vorfall begann mit einem ruhigen Abendspaziergang im Wald und endete mit einem Einsatz von Fachleuten. Wie es weitergeht, hängt davon ab, ob jemand die unverwechselbare Schlange erkennt und der Polizei mitteilt, wohin sie gehört.