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Swiss Observer

Tausende demonstrieren in Zürich am Jahrestag des Krieges in der Ukraine

Rund 2’000 Demonstrierende versammeln sich am dritten Jahrestag des Krieges aus Solidarität mit der Ukraine, während die Schweizer Präsidentin am Gipfel in Kyjiw die Unterstützung bekräftigt.

Tausende demonstrieren in Zürich am Jahrestag des Krieges in der Ukraine
AISWI swissinfo.ch

Als eindrückliches Zeichen der Solidarität mit der Ukraine versammelten sich am Montagabend rund 2’000 Demonstrierende in Zürich, um des dritten Jahrestags des russischen Einmarsches zu gedenken. Die von der Vereinigung Helvetia For Ukraine organisierte Kundgebung begann um 18 Uhr auf dem Helvetiaplatz. Die Protestierenden zogen mit Transparenten und ukrainischen Flaggen durch die Stadt. Der Umzug endete auf der Rathausbrücke, wo mehrere Rednerinnen und Redner an einer Schlusskundgebung zum Publikum sprachen.

Die Organisatoren betonten die Dringlichkeit anhaltender Unterstützung und erklärten nachdrücklich: «Wir müssen handeln», während der Krieg in seinen 1’096. Tag ging. Die Kundgebung sollte ein klares Zeichen der Solidarität und Unterstützung «für Freiheit und Gerechtigkeit und für das Licht im Kampf gegen die Dunkelheit» setzen.

Unterstützung durch die Schweizer Regierung

Die Schweizer Präsidentin Karin Keller-Sutter bekräftigte am Support Ukraine Summit 2025 in Kyjiw die unerschütterliche Unterstützung der Schweiz für die Ukraine. In einer Videokonferenz betonte sie, dass jede dauerhafte Lösung die Beteiligung der Ukraine voraussetzen müsse. Die Schweizer Regierung hat kürzlich der Ukraine bis 2028 1,5 Milliarden Franken für den Wiederaufbau zugesagt. Im Mittelpunkt stehen die Wiederherstellung der städtischen Infrastruktur und Nothilfe.

Die Unterstützung der Schweiz geht über finanzielle Hilfe hinaus. Das Land spielt auch bei diplomatischen Initiativen eine wichtige Rolle, etwa als Gastgeberin der Bürgenstock-Konferenz im Juni 2024 und der Konferenz zur Minenräumung in Lausanne im vergangenen Oktober.

Kundgebungen in der ganzen Schweiz

Die Solidaritätsbewegung reichte über Zürich hinaus: In der ganzen Schweiz fanden parallel Kundgebungen statt. In Lausanne versammelten sich rund 200 Personen auf der Place du 14 juin. Die Teilnehmenden zündeten Kerzen an und hielten eine Schweigeminute für die Kriegsopfer ab. Die Rednerinnen und Redner an der Kundgebung in Lausanne betonten, wie entscheidend die Unterstützung der Ukraine sei, besonders angesichts geopolitischer Entwicklungen und des Aufstiegs des Rechtspopulismus in Europa.

Diese koordinierten Kundgebungen spiegeln das umfassendere Engagement der Schweiz für die Souveränität der Ukraine und die Deckung ihres humanitären Bedarfs wider. Zugleich zeigen sie, dass sich die Schweizer Bevölkerung weiterhin mit dem Konflikt auseinandersetzt.

Künftige Verpflichtungen

Mit Blick auf die Zukunft will die Schweiz ihre Rolle bei der Förderung von Frieden und Sicherheit in Europa stärken. Das Land wird 2026 den Vorsitz der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) übernehmen und damit eine zusätzliche Plattform zur Unterstützung diplomatischer Lösungen des Konflikts bieten. Die von der Schweizer Regierung bis 2028 zugesagten 1,5 Milliarden Franken konzentrieren sich auf wichtige Bereiche wie den Wiederaufbau der städtischen Infrastruktur, die Wiederherstellung einer sicheren Grundversorgung und fortlaufende Nothilfe.

Diese langfristige Zusage zeigt das Engagement der Schweiz für die Erholung und den Wiederaufbau der Ukraine. Gleichzeitig hält sie an ihrer traditionellen Rolle als neutrale Vermittlerin für Frieden und Stabilität in Europa fest.