Technologie
Schweizer Student stellt mit 557 km/h globalen Geschwindigkeitsrekord für Drohnen auf
Ein Freiburger Ingenieurstudent stellt mit einem revolutionären Quadrocopter-Design einen Guinness-Weltrekord auf und demonstriert die Schweizer Spitzenleistung in der Drohnentechnologie.

Mit einer bemerkenswerten ingenieurtechnischen Leistung hat Samuele Gobbi, Student an der Hochschule für Technik und Architektur Freiburg (HEIA-FR), den Weltrekord für die Geschwindigkeit von Quadrocopter-Drohnen gebrochen. Mit einer beeindruckenden Geschwindigkeit von 557,64 km/h übertraf Gobbi den bisherigen Rekord von 480 km/h, den der Südafrikaner Luke Maximo Bell gehalten hatte, deutlich. Die Leistung wurde offiziell von Guinness World Records anerkannt und markiert einen bedeutenden Meilenstein in der Weiterentwicklung der Drohnentechnologie.
Technische Innovation
Die bahnbrechende Drohne Fastboy 2 wartet mit revolutionären technischen Merkmalen auf, die ihre Rekordleistung ermöglichten. Ihr Herzstück ist ein innovatives Kühlsystem mit Wasserträgheit und zwei Tanks, das während des Hochgeschwindigkeitsflugs die optimale Betriebstemperatur der Elektronik aufrechterhält. Das 1,6 kg schwere Fluggerät wird von einem leistungsstarken 10-kW-System angetrieben und verfügt über speziell konstruierte Arme, die sowohl zum Antrieb als auch zur aerodynamischen Effizienz beitragen. Diese einzigartige Kombination aus Wasserkühlung und aerodynamischem Design ist ein bedeutender Fortschritt in der Drohnentechnologie.
Entwicklungsprozess
Der Weg vom Konzept zum Weltrekord wurde innerhalb eines einzigen Semesters im Rahmen von Gobbis Masterarbeit zurückgelegt. Unter der Betreuung von Nicolas Rouvé und mit Unterstützung der Interdisziplinären Forschungsgruppe für unbemannte Luftfahrzeuge (GRID) der HEIA-FR widmete sich Gobbi dem Projekt umfassend: Er befasste sich mit Elektrotechnik, Mechanik, Aerodynamik und Projektmanagement. Der Entwicklungsprozess verdeutlichte den interdisziplinären Charakter der modernen Ingenieurausbildung in der Schweiz.
Sicherheit und Zertifizierung
Die Zertifizierung des Weltrekordversuchs erfolgte nach strengen Vorschriften und Sicherheitsmassnahmen. Für den Flug musste die Drohne über eine gerade Strecke von 100 Metern eine horizontale oder aufwärts gerichtete Flugbahn einhalten. Zudem mussten Flüge in entgegengesetzte Richtungen innerhalb derselben Stunde stattfinden. Externe Fachleute überwachten die Tests und stellten sicher, dass alle Sicherheitsvorschriften eingehalten wurden. Trotz der hohen Leistungsfähigkeit der Drohne wurden eine umfassende Risikoanalyse und Sicherheitsmassnahmen umgesetzt, um Menschen und Sachwerte während des Rekordversuchs zu schützen.
Schweizer Spitzenleistung in der Technologie
Diese Leistung steht beispielhaft für die anhaltende Schweizer Tradition der Spitzenleistung in der Präzisionstechnik und der technologischen Innovation. Der Erfolg des Projekts an der HEIA-FR belegt die hohe Qualität der technischen Ausbildung in der Schweiz und deren praktische Anwendung. Der Rekordflug demonstriert nicht nur das Talent des Einzelnen, sondern unterstreicht auch die Stellung der Schweiz als führend in der Drohnentechnologie und der Ingenieurausbildung.