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Swiss Observer

Schweizerischer Wirtschaftsverband unterstützt neues EU-Handelsabkommen

Economiesuisse begrüsst den Durchbruch bei der Einigung mit der Europäischen Union und hebt die Vorteile für die Forschungszusammenarbeit und den Marktzugang hervor

Schweizerischer Wirtschaftsverband unterstützt neues EU-Handelsabkommen
AISWI swissinfo.ch

In einer wichtigen Entwicklung für die Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU hat der Schweizerische Wirtschaftsverband economiesuisse das am 20. Dezember 2024 zwischen der Schweiz und der Europäischen Union erzielte wegweisende Handelsabkommen offiziell gutgeheissen. Der Präsident des Verbands, Christoph Mäder, gab die positive Einschätzung an einer Medienkonferenz in Bern bekannt und betonte die entscheidende Rolle des Abkommens für die langfristige Sicherung des Zugangs zum europäischen Markt.

Das Abkommen stellt eine umfassende Neugestaltung der bilateralen Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU dar und markiert ein neues Kapitel in ihrer komplexen Wirtschaftspartnerschaft. Die Unterstützung durch die führende Wirtschaftsorganisation der Schweiz hat erhebliches Gewicht in der laufenden Diskussion über die künftigen Beziehungen des Landes zu seinem grössten Handelspartner.

Wichtige Vorteile und Reaktionen aus der Wirtschaft

Der Verband hob mehrere wichtige Vorteile des neuen Abkommens hervor und betonte insbesondere die verstärkte Forschungszusammenarbeit durch das Programm Horizon Europe. Diese Teilnahme gilt als grosser Erfolg für den innovativen Schweizer Wirtschaftssektor und die Forschungseinrichtungen.

Economiesuisse lobte insbesondere die Aufnahme einer Schutzklausel zur Personenfreizügigkeit. Dies zeige den ausgewogenen Ansatz des Abkommens, Schweizer Anliegen zu berücksichtigen und zugleich wichtige Wirtschaftsbeziehungen aufrechtzuerhalten. Die Wirtschaft erachtet dies als wesentlich, um die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz zu sichern und gleichzeitig die innenpolitischen Interessen zu schützen.

Herausforderungen bei der Umsetzung und Überlegungen zum Markt

Economiesuisse unterstützt das Abkommen, betonte jedoch, dass die Umsetzungsphase für den Erfolg entscheidend sein werde. Der Verband unterstrich, dass die Flexibilität des Arbeitsmarkts nicht verhandelbar sei, und hob das heikle Gleichgewicht zwischen der europäischen Integration und der Wahrung der wirtschaftlichen Souveränität der Schweiz hervor.

Die Organisation ging auch auf Bedenken zu den Bankenregulierungen ein, insbesondere auf die Position der UBS auf dem internationalen Markt. Mäder betonte, wie wichtig es sei, wettbewerbsfähige Bedingungen für Schweizer Banken zu erhalten, und räumte zugleich ein, dass die Regulierungen optimiert werden müssten.

Zukunftsperspektiven und strategische Auswirkungen

Mit Blick auf die Zukunft sieht economiesuisse das Abkommen als wichtigen Schritt, um die Position der Schweiz in einem zunehmend wettbewerbsintensiven globalen Umfeld zu stärken. Mäders Aufruf zu «mehr Wettbewerbsfähigkeit, mehr Sicherheit, mehr Zusammenarbeit» bringt die Vision des Verbands für die künftigen Beziehungen der Schweiz zur EU auf den Punkt.

Der Verband betonte zudem, dass es solide langfristige Budgetgrundlagen brauche, um Investitionen in Sicherheit und Verteidigung zu ermöglichen, und unterstützte das vom Bundesrat vorgeschlagene Sparprogramm. Dieser umfassende Ansatz spiegelt das Verständnis der Wirtschaft wider, dass der Erfolg des Abkommens von einer umfassenderen wirtschaftlichen und politischen Stabilität abhängt.