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Swiss Observer

Schweizer Armee kombiniert berittene Patrouillen mit Drohnenaufklärung

Ein neues Ausbildungsprogramm der Schweizer Armee kombiniert berittene Patrouillen mit Drohnenaufklärung. Die Übung steht für das Bestreben, die Beweglichkeit und Zugänglichkeit von Pferden mit den Überwachungsmöglichkeiten moderner Technologie zu verbinden, insbesondere in schwierigem Gelände und rund um kritische Infrastrukturen.

Schweizer Armee kombiniert berittene Patrouillen mit Drohnenaufklärung
AISWI swissinfo.ch

Eine kleine Ausbildungseinheit der Schweizer Armee kombiniert berittene Patrouillen mit Drohnen, um schwer zu Fuss erreichbares Gelände zu überwachen. Das Programm verbindet eine jahrhundertealte militärische Aufgabe mit einer Überwachungstechnologie, die Gebiete aus der Luft erfassen kann, auch nach Einbruch der Dunkelheit.

Die Rekrutinnen und Rekruten üben, durch bewaldetes und unebenes Gelände zu reiten und gleichzeitig eine Drohne zur Aufklärung zu bedienen. Zunächst müssen sich die Tiere an das Fluggerät gewöhnen. Ein junger Rekrut sagte gegenüber SRF, dass ungewohnte Ausrüstung ein Pferd erschrecken könne. Deshalb gehört die wiederholte Gewöhnung zur Ausbildung, bevor ein realistischer Einsatz beginnt.

Die Kombination bietet den Soldatinnen und Soldaten zwei Möglichkeiten, ein Gebiet zu beobachten. Ein Pferd kann sich mit weniger Lärm als ein Fahrzeug durch unwegsames Gelände und auf schmalen Wegen fortbewegen. Eine Drohne erweitert den Blick der Patrouille über die unmittelbare Route hinaus und liefert Informationen von Orten, die für die Reiterinnen und Reiter nicht leicht erreichbar sind.

Die Armee setzt Pferde vor allem zur Überwachung ein, nicht mehr für traditionelle Kavallerieangriffe auf dem Schlachtfeld. Zu ihren Aufgaben kann die Überwachung grosser Anlagen mit kritischer Infrastruktur gehören. Das Programm kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Schweiz über Verteidigungsbereitschaft, Militärausgaben und den Schutz wichtiger Anlagen in einem gebirgigen und dicht vernetzten Land debattiert. Der Ausgangsartikel wurde am 2. September 2026 von Swissinfo veröffentlicht und folgte auf einen ursprünglichen Bericht von SRF vom 15. Mai 2026.