Wirtschaft
SWISS steigert Gewinn trotz höherer Treibstoffkosten leicht
SWISS meldete für die ersten neun Monate 2026 einen Betriebsgewinn von CHF 421,4 Millionen. Das sind CHF 10,2 Millionen mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die starke Reisenachfrage und das Frachtgeschäft trugen dazu bei, die höheren Treibstoffkosten auszugleichen.

SWISS steigerte den Betriebsgewinn in den ersten neun Monaten 2026 auf CHF 421,4 Millionen, ein Plus von CHF 10,2 Millionen gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der bescheidene Anstieg erfolgte, während die Fluggesellschaft mit höheren Treibstoffkosten konfrontiert war. Die Nachfrage nach Flugreisen und ein starkes Frachtgeschäft halfen, den Kostendruck abzufedern.
Der Umsatz stieg zwischen Januar und September um 5,3% auf CHF 4,38 Milliarden. Die am Dienstag veröffentlichten Ergebnisse zeigen, dass die Einnahmen stärker zunahmen als der Betriebsgewinn. SWISS, eine Tochtergesellschaft der deutschen Lufthansa Group, erklärte, die Treibstoffkosten hätten einen Teil des Nutzens aus dem stärkeren Geschäft aufgezehrt.
Damit verzeichnet die Fluggesellschaft einen knappen Gewinnzuwachs statt einer breit abgestützten Verbesserung des Ergebnisses. Finanzchef Dennis Weber sagte, Massnahmen zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung hätten einen Gewinnrückgang verhindert. Zugleich warnte er, dass weitere Anstrengungen nötig seien, um die Rentabilität dauerhaft zu verbessern.
Weber sagt, Einsparungen haben ihre Grenzen
Der Betriebsgewinn stieg um CHF 10,2 Millionen und erreichte von Januar bis September CHF 421,4 Millionen. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte er CHF 411,2 Millionen betragen. Der Zuwachs ist real, aber begrenzt. Das widerspiegelt sich in Webers Einschätzung des Kostensenkungsprogramms des Unternehmens.
Der Umsatz nahm auf Grundlage des ausgewiesenen Anstiegs von 5,3% um CHF 220 Millionen auf CHF 4,38 Milliarden zu. Die höheren Einnahmen führten nicht zu einem vergleichbaren Sprung beim Betriebsgewinn, da die gestiegenen Treibstoffkosten einen Teil der Verbesserung aufzehrten. SWISS führte die starke Nachfrage nach Flugreisen und die erfreuliche Entwicklung im Frachtgeschäft als Faktoren an, die dazu beitrugen, diese Kosten auszugleichen.
Weber sagte, die frühzeitig eingeführten Kostensenkungs- und Effizienzmassnahmen der Fluggesellschaft zeigten zunehmend Wirkung und hätten einen Gewinnrückgang verhindert. Er fügte hinzu, diese Schritte allein reichten nicht aus, um die Rentabilität nachhaltig zu verbessern. Das Neunmonatsergebnis von SWISS verbindet somit einen geringen Gewinnanstieg mit einer klaren Warnung vor den Grenzen der derzeitigen Einsparungen.
Kerosinpreise bedrohen das vierte Quartal
Kerosin kostet SWISS zufolge jetzt doppelt so viel wie zu Beginn des Jahres 2026, da sich die Preise den Spitzenwerten näherten, die beim Ausbruch des Iran-Kriegs verzeichnet wurden. Die Fluggesellschaft erwartet, dass die Treibstoffkosten im vierten Quartal höher ausfallen werden als im dritten.
Diese Aussichten setzen das Geschäft weiter unter Druck, nachdem die Treibstoffkosten den positiven Einfluss der stärkeren Nachfrage nach Passagier- und Frachttransporten auf den Gewinn bereits begrenzt hatten. Das Unternehmen erwartet, dass die hohen Preise das Ergebnis im Schlussquartal und im kommenden Jahr belasten werden.
SWISS erklärte, die steigenden Kerosinkosten machten weitere Kostensenkungen und Prozessverbesserungen im gesamten Unternehmen umso wichtiger. Die Fluggesellschaft bezeichnete diese Anstrengungen als notwendig, um den anhaltenden geschäftlichen Erfolg zu unterstützen. Die Neunmonatszahlen zeigen weshalb: Der Umsatz stieg, der Betriebsgewinn nahm jedoch nur um CHF 10,2 Millionen zu. Die Treibstoffpreise bleiben eine zentrale Kostenherausforderung, wenn die Fluggesellschaft in die letzten Monate des Jahres geht.
Fluggesellschaft strebt weitere Kostensenkungen an
SWISS erwartet, dass die Treibstoffkosten das Ergebnis bis ins Jahr 2027 belasten werden, also über das Schlussquartal 2026 hinaus. Die Fluggesellschaft erklärte, die Kosten würden im vierten Quartal höher ausfallen als im dritten, da die Kerosinpreise weiter stiegen.
Das Unternehmen will seine Kostensenkungen und Prozessverbesserungen im gesamten Betrieb fortsetzen. Der Finanzchef sagte, die bereits eingeführten Massnahmen hätten einen Gewinnrückgang verhindert, bislang aber noch nicht die nachhaltige Verbesserung der Rentabilität bewirkt, die SWISS anstrebt.
Die ersten neun Monate zeigen, vor welcher Ausgangslage die Fluggesellschaft steht: Die Nachfrage nach Flugreisen und das Frachtgeschäft stützten den Umsatz, der auf CHF 4,38 Milliarden stieg, während die höheren Treibstoffkosten den Anstieg des Betriebsgewinns begrenzten. Ende September lag der Gewinn von SWISS leicht über dem Vorjahreswert. Die Aussichten deuten jedoch auf anhaltenden Kostendruck hin, während das Unternehmen seine geschäftliche Leistung sichern will.