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Swiss Observer

Zahl der Menschen mit Krebserfahrung in der Schweiz hat sich in 20 Jahren verdoppelt

In der Schweiz leben fast 495’000 Menschen mit Krebs oder hatten früher Krebs. Das sind mehr als doppelt so viele wie die geschätzte Zahl vor 20 Jahren, wie neue Forschungsergebnisse zeigen. Forschende führen den Anstieg teilweise auf frühere Erkennung und bessere Behandlung sowie auf Bevölkerungswachstum und die Alterung der Bevölkerung zurück.

Zahl der Menschen mit Krebserfahrung in der Schweiz hat sich in 20 Jahren verdoppelt
AISWI swissinfo.ch

Fast 495’000 Menschen in der Schweiz leben mit Krebs oder hatten die Krankheit früher, wie neue Forschungsergebnisse zeigen. Das sind mehr als doppelt so viele wie die geschätzte Zahl vor 20 Jahren. Die Zahl umfasst Menschen, die derzeit Krebs haben, und Menschen, die früher an Krebs erkrankt waren. Sie zeigt, wie viele Menschen im ganzen Land von der Krankheit betroffen waren oder sind.

Forschende nennen mehrere Gründe für den Anstieg: frühere Erkennung und bessere Behandlung sowie Bevölkerungswachstum und die Alterung der Bevölkerung. Der Anstieg spiegelt somit sowohl eine grössere Bevölkerung als auch Veränderungen bei der Erkennung und Behandlung von Krebs wider. Für die Schweiz beschreibt die Studie eine deutlich grössere Gruppe von Menschen mit eigener Krebserfahrung als noch vor zwei Jahrzehnten.

Den Anstieg auf Erkennung und Behandlung zurückführen

Frühere Erkennung und bessere Behandlung zählen zu den Faktoren, die Forschende für die wachsende Zahl von Menschen nennen, die mit Krebs leben oder früher daran erkrankt waren. Die Studie bringt Veränderungen bei Erkennung und Behandlung mit einer grösseren Zahl von Menschen in Verbindung, die in der Gesamtzahl erfasst werden.

Diese Zahl beschränkt sich nicht auf Menschen, die derzeit mit Krebs leben. Sie umfasst auch Personen, die früher an der Krankheit litten. Dieses weiter gefasste Mass zeigt, wie viele Menschen Krebs erlebt haben, statt nur die aktuellen Fälle zu beschreiben. In der Schweiz gehören fast 495’000 Menschen zu dieser Gruppe, mehr als doppelt so viele wie die geschätzte Gesamtzahl vor 20 Jahren. Die Ergebnisse bringen die Veränderung teilweise mit Fortschritten bei Erkennung und Behandlung sowie mit demografischen Veränderungen in Verbindung.

Bevölkerungsveränderungen mitberücksichtigen

Bevölkerungswachstum und eine alternde Bevölkerung tragen ebenfalls dazu bei zu erklären, weshalb mehr Menschen als Krebsbetroffene erfasst werden, die mit der Krankheit leben oder früher daran erkrankt waren. Forschende nennen beide demografischen Veränderungen als Teil des Anstiegs in den vergangenen 20 Jahren.

Der Vergleich zeigt eine Veränderung der Zahl der Betroffenen in der ganzen Schweiz, neben Veränderungen bei Erkennung und Behandlung. Die aktuelle Schätzung von fast 495’000 umfasst Menschen mit Krebs und Personen, die früher daran erkrankt waren. Laut den Forschenden ist die Gesamtzahl heute mehr als doppelt so hoch wie die Schätzung von vor zwei Jahrzehnten. Zusammengenommen geben diese Faktoren den Wandel in seinen Kontext: Die Schweiz hat mehr Einwohnerinnen und Einwohner, die Bevölkerung altert, und Krebs wird anders erkannt und behandelt.

Die Gesamtzahl als Mass für die Krebserfahrung verstehen

Die Zahl von fast 495’000 misst die Krebserfahrung in einem weiten Sinn und umfasst sowohl Menschen, die früher an der Krankheit litten, als auch jene, die derzeit mit ihr leben. Laut der neuen Studie ist die Zahl mehr als doppelt so hoch wie die Schätzung vor 20 Jahren.

Die Forschenden führen den Anstieg teilweise auf frühere Erkennung und bessere Behandlung sowie teilweise auf Bevölkerungswachstum und die Alterung der Bevölkerung zurück. Diese Erklärungen sind wichtig, um den Vergleich einzuordnen: Die höhere Gesamtzahl geht auf mehrere Veränderungen zurück, nicht auf eine einzelne Ursache. Die Ergebnisse stellen die wachsende Zahl der von Krebs betroffenen Menschen in der Schweiz in einen demografischen und medizinischen Zusammenhang. Sie zeigen auch, weshalb sich die Zahl der Menschen, die Krebs erlebt haben, nicht allein als Zählung der aktuellen Fälle verstehen lässt.